Und so war es 2009 - Ein Bericht über den Sommerkurs

Fluidum Natural Horse Communication meets Kentauros System®

Sommercamp mit Horsemanship-Trainerin Imke Eisenschmidt und der Physiotherapeutin und Sitztrainerin Frauke Behrens


18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer samt vierbeinigen Partnern hatten sich für das diesjährige Fluidum-Sommercamp auf dem Reiterhof Roose in Neumünster angemeldet. Vom Späteinsteiger bis zur Turnierreiterin war alles dabei und so unterschiedlich wie die Vorerfahrungen waren auch die Reitweisen in der Gruppe. Doch was im heimischen Reitverein manchmal zu Diskussionen führt, war hier kein Problem: Horsemanship- und Western-Fans trainierten zusammen mit Barock- und Englischreiterinnen, denn alle hatten ein gemeinsames Ziel: die Kommunikation mit ihrem Pferd am Boden und vom Sattel aus zu verfeinern und den Sitz zu verbessern.

Eine Woche Urlaub mit dem Pferd

Neben den täglichen Theorie- und Praxiseinheiten im Seminarraum und auf dem Reitplatz kam jedoch auch die Erholung nicht zu kurz und es blieb genug Zeit für gemütliche Runden am Lagerfeuer, einen Fackelritt bei Vollmond und das eine oder andere Bad im nahe gelegenen See. Dank der guten Kooperation mit Gerhard Roose vom Roosehof in Neumünster und seinen Einstellern hatten wir mit Koppeln, Reitplätzen und Halle zudem optimale Rahmenbedingungen!

In der Abschlussrunde wurde deutlich, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sommercamps auf ihrem individuellen Weg zum Teil Riesenforschritte gemacht und von Imke Eisenschmidt und Frauke Behrens viele neue Impulse für das weitere Training bekommen haben – egal ob Horsemanship, Western, Englisch oder Klassisch-Barock...

Ein besonderes Trainerinnengespann

Die Teilnehmer wurden in Kleingruppen eingeteilt und arbeiteten 8 Tage lang abwechselnd mit einem ungewöhnlichen Trainerinnen-Duo, das menschlich zwar voll auf gleicher Wellenlänge lag, reiterlich bislang aber eher unterschiedliche Philosophien vertrat: Horsemanship – Lehrerin Imke Eisenschmidt (Fluidum) steht für Reiten ohne Gebiss und möglichst auch ohne Sattel sowie Freiheitsdressur am Boden bis hin zum Reiten ohne Zügel.

Frauke Behrens (Kentauros) ist eher klassisch-barock ausgerichtet und dazu Reiter-Physio-therapeutin, die auch schon international erfolgreiche Dressur- und Springreiter mit Hilfe von Sitzschulung unterstützt hat.

Vor dem ersten Reitunterricht nahm Frauke Behrens dann auch jeden der 18 Reiter und jedes Pferd genauestens unter die Lupe. Und egal ob schiefe Becken, verkürzte Gliedmaßen oder verschobene Schulterblätter: Fraukes professionellem Blick blieb nichts verborgen. Danach wurde jeder erste Ritt auf dem Platz mit der Videokamera aufgenommen und das Zusammenspiel von Mensch und Tier gemeinsam analysiert. Der Diagnose folgte dann die Therapie: Frauke Behrens verordnete Therabänder und Tennisbälle, um den Sitz zu verbessern und die Hilfengebung zu verfeinern – mit durchschlagendem Erfolg.

Bei Imke Eisenschmidt ging es nicht nur um die körperliche, sondern auch um die mentale und emotionale Beziehung zwischen Pferd und Reiter. Einige Pferde lernten, sich zu entspannen und den Kopf abzusenken, andere schafften es schließlich, sich fleißiger und engagierter zu bewegen. Imke vermittelte den Teilnehmern, wie sie ihre Pferde dazu bewegen können, auch aus großer Entfernung ohne Halfter im Trab zu ihnen zu kommen und unterrichtete zudem versammelnde Lektionen wie Traversalen, Schrittpirouetten und erste Piaffetritte.